Bericht aus dem Lokalkompass von Harald Molder 

Zitatanfang

Anfang Oktober hieß es für eine Abordnung der Roten Funken aus Duisburg, auf in den hohen Norden. In die Hansestadt Lübeck. 


"Mukke Rockt" in der "Kulturwerft Gollan" im Lübecker Hafengebiet. Zwei Tage rockte hier die Mukke und in alter Verbundenheit mit „Lübecks Freibeutermukke – Die Nordgugge“ waren die Duisburger Jecken ein Programmpunkt bei der Kultveranstaltung "Mukke Rockt" in der "Kulturwerft Gollan" im Lübecker Hafengebiet.

Musik mal anders hieß es am 1. und 2. Oktober 2016 und es wurde so richtig laut, bunt und fetzig. Das Musikspektakel "Mukke Rockt", veranstaltet von „Lübecks Freibeutermukke - DIE Nordgugge", hatte gut 500 Musiker aus Guggen- und Schalmeienvereinen aus ganz Deutschland angelockt, um in farbenfrohen Kostümen, mit schnellen Rhythmen und viel Bewegung ihre Musik zu präsentieren, darunter sah man natürlich auch die „Ruhrpott Guggis“ aus Duisburg.

Bereits am Freitag erfolgte die „stimmungsvolle“ Anreise der Funken im Reisebus und gleich nach der Ankunft ging es in das Vereinsheim der „Freibeuter“. Und auch hier war der Duisburger Karneval präsent. Ein Großfoto von Ex Prinz Ralf II. (Gilles) und seiner Crew, den Hofmarschällen Carsten Fink und Klaus de Jong, sowie den Pagen Silke, Natascha, Melanie und Svenja hing dort an der Wand.

Am Samstag, den 1. Oktober ging es morgens in Lübecks Innenstadt los mit "Lübeck Rockt“. Dort teilten sich die 16 Guggen- und Schalmeienvereine auf und spielten an verschiedenen Standorten, auf dem Rathausmarkt, den Schrangen, Breite Straße, Koberg, Sandstraße und an der Obertrave.

Im Sternmarsch ging es danach zunächst für alle teilnehmenden Gruppen auf den Rathausmarkt. Doch ein musikalischer Hochgenuss war das große Finale des Vormittags am Holstentor, wo sich alle Musiker für ein spektakuläres „Monster Konzert“ trafen. Unter dem Dirigat von "Fussel" Rehberg von Lübecks Freibeuter Mucke zeigten gut 500 Musiker, das Musik verbindet.

Am frühen Abend ging es dann mit "Mukke Rockt" weiter. In der "Kulturwerft Gollan" im Lübecker Hafengebiet präsentierten alle Musikgruppen vor gut 3000 Zuschauern mit Einzeldarbietungen noch einmal ihr Können und gaben dabei kräftig Musik für Ohren und Tanzbeine. Die "Ruhrpott Guggis" zeigten hierbei auch grandios ihr Können.

Und dann kam die große Stunde für die Roten Funken aus Duisburg, die mit ihrer Gardeshow das Publikum von den Stühlen rissen. Insbesondere die Auftritte der Herren als (im Playback) singende Damen waren ein wahrer Augenschmaus.

In die seit Jahren traditionell stattfindende Veranstaltung von Lübecks Freibeutermukke wurde erstmalig das jährliche Treffen des "Deutschen Guggenmusik Verbandes" eingebunden.

Guggemusiken sind vornehmlich in der Schweiz und Süddeutschland angesiedelt und daher im Norden Deutschlands etwas ganz Besonderes. Dieses zeigten ohne Zweifel alle Gruppen und ganz besonders die Gastgeber von der Freibeuter Mukke, übrigens der nördlichste Mitgliedsgugge im Verband.

Zum Abschluss ging es am Sonntagmorgen für die Guggen und Schalmeien zum Drachenfest in Lübeck-Travemünde. Mit "Ostsee Rockt" sorgten sie mit ihren Standkonzerten am Kiosk Backskiste, am Restaurant Marina an der Travepromenade sowie an den Wasserfontänen auf der Strandpromenade für viel Spaß und gute Stimmung. Auf der „Aqua Top Wiese“, im Brügmanngarten endete das Festival nach einem bewegenden Abschlusskonzert.

Bunt, laut und frech war das größte Guggen-Musik Spektakel Wochenendes und Duisburgs Rote Funken und natürlich auch die Ruhrpott Guggis genossen ein wunderbares Stück Karneval im herbstlichen Lübeck. Die Veranstalter zogen allesamt eine positive Bilanz des Events und auch der Verein „Guggen gegen Gewalt“ hob hervor, dass Musik ohne Gewalt verbindet.

Ach so, die Erklärung für die „10 Minuten Lübeck“ steht ja noch aus. Für den „Reiseleiter“ der Roten Funken, Dennis Landwehr, waren die Entfernungen zwischen den einzelnen Orten des Geschehens immer „10 Minuten“, auch wenn es mal eine halbe Stunde oder gar eine Stunde wurde. Diese „10 Minuten“ wurden daher zum „geflügelten Wort“ für die Mitreisenden, zu denen ich gehören durfte.

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